Acht Wege zu einem besseren, selbstbestimmten Leben

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Aus dem Buddhismus kommt das Prinzip des achtfachen Weges. Das ist eine kurze Sammlung von acht Handlungsempfehlungen (NICHT Geboten, wie oftmals falsch behauptet wird), die den Praktizierenden helfen sollen, ein angenehmes und zugleich wohltätiges Leben zu führen.

Eines der wichtigsten Dinge im Buddhismus ist das sogenannte Selbstdenken, also das eigenständige Denken jenseits von Dogmen und Gurus.

Im Westlichen Zen bauen setzen wir deshalb Praktiken ein, die uns helfen, eine größere Unabhängigkeit im Denken und im Verarbeiten alltäglicher und extremer Situationen zu erreichen. Nur so können wir lernen, Reaktions- und Denkprozesse zu erkennen und bewußt gegenzusteuern.

Wie sieht also der Achtfache Weg im Westlichen Zen aus?

1) Wache auf.

Denke eigenständig. Der wichtigste Faktor beim Fällen von Entscheidungen ist, wach zu sein. Geistige Beweglichkeit bringt dich zu mehr Einsichten und Aussichten. Sei schlau… benutze Methoden und Techniken zur Vergrößerung der intelligenten Regelkreise deines Gehirns (mehr dazu in kommenden Artikeln hier im Blog). Wie kannst du bestimmen, wohin du gehst, wenn du schlafwandelst?

2) Schalte dein Herz und deine Gedanken ein.

Diese Handlungsempfehlung ist ähnlich wichtig wie Punkt 1. In allem, was wir denken, sagen oder tun, ist es empfehlenswert, aus dem Herzen heraus zu handeln. Unsere Gedanken sind ebenso entscheidend — und wie das Herzgefühl sollten auch sie von uns kontrollierbar sein. Das Team Herz-Geist ist erstaunlich gut, uns durch die Unwägbarkeiten des Lebens zu steuern.

3) Lasse sie angeschaltet.

Wir können unser Leben glücklicher gestalten, wenn wir unser Gefühl und unsere Gedanken so oft wie möglich in Einklang bringen und zusammenarbeiten lassen. Wenn die Gedanken überwiegen, fallen wir aus dem jetzigen Augenblick und Sorgen und Ängste haben leichtes Spiel. Wenn das Gefühl überwiegt, tendieren wir zu überhasteten Reaktionen. Das Zusammenspiel beider Kräfte gibt uns den größten Handlungsspielraum.

4) Was du willst, was man dir tu…

Buddha sagte einmal, daß Mitgefühl die höchste Form menschlicher Emotion sei. Mitgefühl ist die Kombination von Selbstdenken und Herz-Geist-Balance. Denke für dich selbst, um die möglichen Handlungsoptionen herauszufinden. Dann wähle die Option, von der du dir wünscht, daß andere Menschen sie auch für dich tun würden. Es hilft, unsere Gegenüber als Spiegel unser selbst anzusehen.

5) Nichts ist so heilig, als daß man nicht drüber Spaß machen kann.

Ein ausgeprägter Sinn für Humor zeigt, daß wir das Leben nicht bierernst nehmen. Wenn du Spaß haben kannst, auch wenn dir das Leben gerade dicke Brocken vor die Füße wirft, zeigt das, daß du lernst, dir das Leben selbst schöner zu gestalten. Wenn du aufhörst, Spaß empfinden zu können, hörst du auf, zu lernen.

6) Die Umstände sind notwendigerweise perfekt.

Sei achtsam. Es geschehen Dinge, deren Auswirkungen manchmal absolut unvorhersehbar für uns sind. Öffne dich deshalb der Möglichkeit, daß alle Geschehnisse in deinem Leben, ob gut oder schlecht, Gelegenheiten für dich sein können, deine Reaktion darauf so zu gestalten, wie du willst. Oder einfacher: Deine Reaktionen auf Ereignisse bestimmen darüber, wie du dich fühlst.

7) Habe den Mut, naiv zu sein.

Dieses berühmte Zitat von Buckminster Fuller trifft es auf den Punkt. Unser Weltbild und unsere Meinung über das Leben sind die entscheidenden Faktoren darüber, wie wir uns verhalten und fühlen. Zynismus kann ein äußerstb grausamer Lehrmeister sein. Wenn wir uns die schlechten Angewohnheiten Trübsal und Verachtung aneignen, werden wir mit aller Sicherheit mehr davon in unser eigenes Leben bringen. Findest du es beunruhigend, von anderen Menschen für naiv gehalten zu werden? Wenn ja, denke an die erste Handlungsempfehlung: Wache auf und denke für dich selbst. Wenn du es anderen überläßt, dich zu definieren, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn es dir schlecht geht.

8) Wir sitzen alle im selben Boot.

Es gibt kein “wir” und “die anderen”. Es gibt nur uns. Wir sind alle Lebewesen auf dieser Erde. Wir sind alle Gäste auf diesem Planeten. Wir machen uns alle das Leben leichter, wenn wir uns helfen — egal, bei welchen Problemen.

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