Entspannung fängt im Alltag an

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Entspannung ist nicht nur im Training wichtig, sondern hilft uns auch noch viel mehr im Alltag. Interessant ist dabei, wie oft wir unabsichtlich und unbewußt angespannt sind.

Im Taiji Quan, der wohl bekanntesten chinesischen Kampfkunst, nennt man diese Anspannung manchmal auch den „Kampf gegen die Schwerkraft“: Ganz ohne es zu merken, kämpfen wir sehr oft „gegen“ die Welt, anstatt uns mit ihr zu bewegen.

Dieses Ringen sieht man uns dann an: Wir gehen nicht aufrecht, wir setzen Muskelkraft ein, wo wir gar keine oder sehr viel weniger einsetzen müßten — und sehr oft bauen wir Konfrontationen mit Mitmenschen auf, die ganz und gar unnötig sind.

Wenn wir unseren Alltag, unser tägliches Leben, etwas erleichtern wollen, ist es ganz nützlich, eine Frage zu beantworten: Wo entsteht die Anspannung?

Wenn wir nachforschen, stellen wir fest, und zwar ausnahmslos, daß unsere Anspannung in uns selbst entsteht. Wir wollen, daß eine ganz bestimmte Sache passiert — und kämpfen dabei ganz automatisch gegen die Welt, wie sie ist.

Das Wollen, der Wille, der Welt unseren Stempel aufzudrücken, führt zu Verspannungen, sowohl im Geist als auch im Körper.

Was können wir dagegen tun?

Ein paar einfache Tips:

1) Öfter mal auf unsere Atmung achten. Die meiste Zeit atmen wir in die Brust, anstatt in den Bauch. Bauchatmung entspannt.

2) Denken wir öfter mal „mit“ der Welt, anstatt „gegen“ sie. Vielleicht hat uns der Autofahrer, der uns den Parkplatz vor der Nase weggeschnappt hat, uns tatsächlich nicht gesehen. Vielleicht ist es ein Notfall. Gehen wir doch einfach öfter davon aus, daß die Welt nicht gegen uns handelt, sondern daß sie einfach so ist, wie sie ist — ohne böse Absicht gegen uns.

3) Versuchen wir öfter mal, Bewegungen möglichst kraftsparend auszuführen. Ein ganz hervorragend geeigneter Spielplatz dafür ist der Supermarkt. Achten wir mal darauf, wie oft wir mit bloßer Muskelkraft den Einkaufswagen steuern, vor allem, wenn wir Kurven damit fahren. Wie können wir unseren gesamten Körper als Einheit so bewegen, daß wir möglichst wenig Kraft zum Steuern brauchen? Dieses Spiel hat schon vielen meiner Klienten die Augen geöffnet.

4) Nehmen wir uns nicht immer so ernst.

Eine schöne Woche noch!
Norbert Matausch

(Bildnachweis: http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html, via Wikimedia Commons)

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