Glücklich sein. Lernen Sie es jetzt.

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Wir alle werden von Zeit zu Zeit von Ängsten und Sorgen gepackt. Interessanterweise ist diese Fähigkeit in der Struktur unseres Gehirns verankert: „Negativitäts-Bias“ wird diese Eigenheit genannt. Den Grund dafür vermuten Forscher in unserem Überlebensdrang. Unsere Vorfahren konnten nur ihre Gene an uns weitergeben, weil sie immer auf der Hut waren vor möglichen Gefahren und Bedrohungen.

Heute, in einer Zeit, in der diese möglicherweise tödlichen Gefahren größtenteils nicht mehr vorhanden sind, arbeiten unsere Gehirne aber weiterhin so — und suchen sich potentiell negative und gefährliche Aspekte in unserem Leben heraus.

In einer 2009 durchgeführten Studie stellten Forscher fest, daß sich das menschliche Gehirn tatsächlich physikalisch verändert, wenn wir neue Tätigkeiten intensiv wiederholen. Sie ließen Studenten jede Woche anderthalb Stunden lang Tetris spielen, über einen Zeitraum von drei Monaten. Danach stellten sie bei allen ein meßbares Wachstum der Großhirnrinde fest, während andere, weniger beanspruchte Gehirnareale abgenommen hatten.

Bildlich gesprochen: Das Gehirn verhält sich wie ein Muskel.

Auf diesen Ergebnissen aufbauend, verordneten Forscher in einer anderen Untersuchung den Probanden die sogenannte „Technik der 3 Guten Dinge“ — ich erkläre sie etwas weiter unten und bitte Sie noch einen Augenblick um Geduld.

Die Untersuchungsergebnisse sprechen für sich:
– bereits nach einer Woche berichteten die Teilnehmer über eine Aufhellung der Stimmung
– nach einem Monat berichteten die Teilnehmer über eine deutliche Besserung depressiver Zustände
– nach drei Monaten und auch noch nach sechs Monaten konnten weitere Verbesserungen der Stimmung festgestellt werden.

Was war passiert? Die Forscher hatten sich die Formbarkeit des Gehirns zu eigen gemacht und hatten es trainiert, glücklicher zu sein.

Glücklich sein: Probieren Sie es aus. Jetzt!

1) Drei Gute Dinge

Denken Sie abends im Bett an drei gute Dinge, die Ihnen im Laufe des Tages passiert sind. Vielleicht haben Sie einen alten Freund getroffen, oder jemand hat Ihnen die Tür aufgehalten. Sie trainieren Ihr Gehirn noch mehr, glücklich zu sein, wenn Sie diese Dinge aufschreiben.

2) Danke sagen

Danken Sie jeden Tag jemandem (oder schreiben Sie ihm eine Email) für etwas, was er getan hat. Das erfordert Mut, ist aber für Ihr Glücksgefühl ganz hervorragend.

3) Gutes tun

Tun Sie jeden Tag etwas Gutes. Das können die einfachsten Dinge sein wie beispielsweise einem Mitmenschen ein Lächeln zu schenken. Oder dem Arbeitskollegen einen Kaffee zu spendieren. Seien Sie nett, und Ihr Gehirn wird darauf trainiert, Sie glücklicher zu machen.

4) Aufmerksamkeit

Seien Sie bei allem, was Sie tun und was um Sie herum passiert, achtsam. Seien Sie mit Ihrer Achtsamkeit im Augenblick. Wenn Sie beispielsweise gehen, fühlen Sie, wie sich das Gehen anfühlt. Vermeiden Sie Werturteile über das, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken. Nehmen Sie es einfach nur wahr. Bringen Sie Ihre Gedanken immer wieder auf den jetzigen Augenblick zurück.

Glücklich sein: Jetzt sind Sie dran.
Probieren Sie eine der Techniken (oder auch alle, wenn Sie möchten) mindestens eine Woche lang aus. Sie werden sehen, wie sich Ihre Lebensqualität verbessert.

Alles Gute!

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